zähne putzen mit den kindern

Wie ich bei meinen Kinder für gesunde Zähne sorge

Ich habe ja bereits über meine eigenen Zahnprobleme geschrieben. Wer meinen Blog liest, der weiß, dass ich öfter mit kleinen Löchern zu kämpfen habe. Genau aus diesem Grund lege ich größten Wert auf die Zahnpflege bei meinen Kindern.

Seit ihrer frühesten Kindheit an habe ich mich bemüht, ihnen das Zähneputzen beizubringen. Damit sie von unangenehmen Besuchen beim Zahnarzt verschont bleiben.

Ich weiß natürlich auch, dass viele Eltern ziemlich große Probleme damit haben, denn seien wir mal ehrlich: wer putzt schon gerne seine Zähne? Bei Erwachsenen ist das bereits (lästige) Routine, doch Kinder müssen alles erst einmal erlernen.

In diesem Artikel gebe ich deshalb einige Tipps, wie ich meinen Kindern das Zähneputzen beigebracht habe.

Das Wichtigste: Mit den Kindern gemeinsam putzen

Dieser Tipp ist mein größtes „Geheimnis“. IMMER mit den Kindern gemeinsam putzen, selbst wenn sie es schon ohne Aufsicht könnten. Sie schnappen nämlich alles auf, was Mama und Papa gerne machen. Also immer mit möglichst großer Freude ins Badezimmer zum Putzen.

Ich habe meinen Kleinen das Zähneputzen immer als etwas Gutes und nicht als lästige Pflicht „verkauft“. Am besten geht das meiner Beobachtung nach, indem du das Putzen mit etwas angenehmem verbindest. Bei mir war das beispielsweise aus einem Buch vorzulesen.

Unsere Routine war dann die folgende:

  • Zuerst ins Badezimmer, um sich fürs Bett fertig zu machen.
  • Gesicht waschen, auf die Toilette gehen und am Schluss noch gründlich die Zähne putzen.
  • Danach geht’s ab ins Bett für eine spannende Geschichte.

Die meiste Zeit über klappt das recht gut, nur manchmal gibt’s natürlich noch ein wenig Geplärre, falls der Sohnemann oder die Tochter etwas Besseres im Sinn haben.

Trotzdem ist eine solche Routine meiner Meinung nach der wichtigste Grundstein für die ganze Sache. Daneben gibt es aber natürlich noch ein paar andere Dinge, die alles ein wenig leichter machen können:

Elektrische Zahnbürste und eine süße Zahnpasta

Ich persönlich putze zwar immer noch von Hand, doch für meine Kinder habe ich vor einiger Zeit ein elektrisches Gerät angeschafft. In Kürze werde ich wohl selbst darauf umsteigen, denn das Handling gefällt mir deutlich besser als das manchmal anstrengende Schrubben von Hand.

Genau aus diesem Grund kann eine elektrische Bürste vieles einfacher machen, besonders wenn die eigenen Kinder nur schnell fertig putzen wollen. Es gibt einige spezielle Modelle für Kinder, die nicht nur gründlicher putzen, sondern auch ziemlich viele Features besitzen.

Die Zahnbürste meines Sohnes spielt z.B. Melodien, wenn der Timer abgelaufen ist. Meistens gibt es auch ein buntes Aussehen dazu, damit alles ein wenig freundlicher wirkt. Die beste Spielerei ist aber die mitgelieferte Smartphone-App, die meine Kinder automatisch begleitet. Dort können sie Punkte fürs Putzen sammeln, was es sehr viel einfacher macht, meine Kleinen ins Badezimmer zu holen. Von mir gibt es deshalb eine volle Empfehlung für solche Bürsten.

Wichtig ist meiner Meinung nach auch die Zahnpasta. Meine Kinder wollen sie möglichst süß, und auch dafür gibt es sehr viele Varianten (keine Ahnung, ob es Colgate in Deutschland gibt). All dieses Zeug ist sicher kein Wundermittel, aber sie können doch helfen. Solange du auf Routine setzt, machen sie das Zähnpeputzen um einiges angenehmer.

Die richtige Ernährung

Natürlich auch ein sehr wichtiger Punkt, der jedoch viel zu umfangreich für einen einzelnen Artikel ist (weshalb ich garantiert in Zukunft noch genauer darauf eingehen werde). Ich weiß aber aus meiner eigenen Erfahrung, dass das Essen eine große Rolle bei der Zahngesundheit spielt.

Die kleinen Bakterien ernähren sich schließlich von Zucker und anderem Süßkram, weshalb ich vermehrt darauf achte, nicht zu viel davon im Haus zu haben. Das ist nicht immer leicht – für meine Kinder und auch für mich selbst – denn wir alle sind kleine Naschkatzen. Trotzdem versuche ich, ein paar wichtige Grundprinzipien einzuhalten:

  • Keine Softdrinks (die sind nicht nur voller Säure, sondern auch ungesund für den restlichen Körper)
  • möglichst viel selbst kochen, damit ich weiß, was in unseren Lebensmitteln drinnen ist (und es macht mehr Spaß)
  • Viele natürliche Zutaten (sind hier in Australien sehr leicht zu finden, z.B. Milch aus Neuseeland oder Butter von grasgefütterten Rindern)
  • nicht zu verbissen an die Sache herangehen, ein bisschen Sünde und Spaß darf auch sein

Manchmal geht‘s natürlich trotz allem noch zu McDonald‘s oder anderen Fast Food Ketten. Das ist schon okay so, denn alles Tolle will ich meinen Kindern nicht verbieten. Solange die restliche Zahnpflege passt und sie jeden Tag gründlich ihre Zähne putzen, finde ich nichts Schlechtes daran.

Irgendwann geht’s von ganz alleine

Alle diese Dinge kann man natürlich nicht von heute auf morgen einführen. Falls deine Kinder noch kleiner sind, dann beginne aber am besten schon jetzt damit. Wenn die schlechten Gewohnheiten erst mal da sind, dann sind sie sehr viel schwieriger zu ändern. Am besten setzt du also schon von Anfang an auf „gute“ Routinen.

Mittlerweile muss ich meine Kinder auch schon fast nicht mehr babysitten – jedenfalls, wenn es ums Zähneputzen geht. Beide verstehen, wie wichtig gesunde Zähne sind und da wir das alle gemeinsam im Badezimmer tun, haben wir meist auch eine gehörige Menge Spaß dabei.

Das ist meiner Meinung nach eines meiner Geheimnisse: Natürlich muss ich als Elternteil auch Grenzen setzen, Mama kann nicht immer nur lustig sein. Ist die Routine aber einmal da, dann kann ich mir es leisten, nicht mehr so streng zu sein.

Das spüren dann auch die Kinder. Gesunde Zähne sollen kein Wettbewerb, sondern einfach ein tägliches Ding sein. Es bleibt uns überlassen, wie wir die Sache angehen. Ich bin wie gesagt sehr gut mit den obigen Tipps gefahren.

Natürlich gibt es ab und zu immer noch Stress und nicht alles ist eitel Sonnenschein. Im Großen und Ganzen klappt aber alles recht gut. Ich bin froh, dass ich damit früh genug angefangen habe, somit bleiben meinen Kindern irgendwelche Löcher hoffentlich erspart.

Bis jetzt ist alles gut gegangen, bei keinem Zahnarztbesuch gab es unangenehme Überraschungen. Falls du also meine Tipps in die Tat umsetzen willst, wünsche ich dir nur alles Gute dabei.

Ich hoffe, dir hat der Artikel gefallen und du konntest einige tolle Anregungen mitnehmen.